Wie die drei Monde ein Dark Diamond wurden oder ein offenes Geheimnis

Man glaubt es kaum, aber dass ‚Unter den drei Monden‘ einer der ersten sechs Dark Diamonds wurde, habe ich unter anderem auch meiner Schusseligkeit zu verdanken.

 

Begonnen hat jedoch alles mit einer ganz anderen Geschichte, nämlich mit meiner Romantasy ‚Cupidas küssen nicht‘. Obwohl ich gern im Selfpublishing meine Werke veröffentliche, entschloss ich mich Ende letzten Jahres dazu, dieses Werk drei Verlagen anzubieten. Und das, ich gebe es zu, aus Bequemlichkeit. Denn als Selfpublisher für Lektorat, Cover und Marketing zu sorgen, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch ein nervenaufreibender Zeitfresser.

Einer dieser Verlage war Carlsen. Zu dem Zeitpunkt war mir aber irgendwie nicht klar, dass Carlsen über die Label Impress und Bittersweet lediglich Romane veröffentlicht mit Protagonistinnen die unter 18 Jahren sind. Ich, der Trolo vom Dienst, sah natürlich bloß: Hey, cool, die machen Fantasy-Liebesromane. Da schick ich meine Romantasy hin.

 

Tja, nur leider passte das gar nicht in ihr Programm, was mir auch in einer unglaublich netten Mail von einer liebenswürdigen Lektorin von Carlsen Impress mitgeteilt wurde. Und hier will ich nur mal nebenbei erwähnen, dass sich manch andere Verlage an Carlsen eine fette Scheibe abschneiden können! Denn du bekommst eine Bestätigungsmail, wenn deine Manuskripteinreichung eingegangen ist, eine zweite Mail, wenn die Sichtung etwas länger dauert und in meinem Fall die dritte Mail mit der Absage, die eigentlich keine war. :) 

 

Mittlerweile war es Ende März geworden und die Zusage eines kleinen Verlags war bei mir eingegangen. Kurz darauf (Anfang April) trudelte besagte dritte Mail von Carlsen ein. Das Werk passe momentan nicht in ihr Programm, aber man sei von meinem Schreibstil und meinen Ideen überzeugt und bekäme gerne zukünftige Projekte von mir vorgelegt. Ein neues Label stehe nämlich im Raum und die Cupidas würden dort wunderbar hineinpassen.

 

Ich hab schon getanzt als die Zusage von dem kleinen Verlag kam. Aber ehrlich, als Autor, der niemals damit rechnet, jemals bei einem Verlag (und dann noch Carlsen) unterzukommen, trifft dich fast der Schlag, wenn du so etwas liest. Ich traute meinen Augen nicht und saß mit Schnappatmung vor meinem Laptop. Nach dem ich dann auch meinen Freudentanz beendet hatte, den meine Katze mit skeptischem Blick verfolgte, schickte ich Carlsen auch gleich mein neues vollendetes Manuskript eines orientalischen Märchens zu. Warum nur ein Eisen ins Feuer werfen?

 

Zwar hatte ich keine Zusage, aber auch keine Absage und so dachte ich: Wenn zwei Verlage von den Cupidas begeistert sind, vielleicht dann auch ein dritter. Und deshalb sendete ich (durchtriebenes Luder wie ich bin) die beiden Manuskript dem Feelings Lektorat von Droemer Knaur zu, da Neobooks (meine Selfpublishingplattform) eng mit diesen zusammenarbeitet und der gleichen Verlagsgruppe angehört.

 

Gerade mal zwei Tage später kam eine Zusage von Feelings für beide Romane, mit so einem guten Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte. Ihr wisst ja, die Sache mit dem Spatz und der Taube … :)

 

Nun sagte ich Carlsen ab, da die Sache mit dem Label ja nicht zu 100% in trockenen Tüchern war. In der Zwischenzeit stand ich mit der Programmleiterin von Impress in Kontakt, die eine solch unfassbar sympathische Frau ist, dass es mir echt schwer fiel, diese Absage abzuschicken. Schließlich war sie so sehr enttäuscht, dass ich beschloss, Carlsen meine bereits veröffentlichte Romantasy ‚Unter den drei Monden von Aret‘ anzubieten.

 

Diese Geschichte hatte ich auf Wattpad geschrieben und sie hatte dort, wie auch, nachdem ich sie im Selfpublishing veröffentlicht hatte, bei diversen Leserunden, viele begeisterte Kommentare bekommen (auf Lovelybooks und Wattpad nachprüfbar) . Dennoch lief der Verkauf dieses Titels nicht besonders gut, was mir im Herzen weh tat. Weil meine Betaleser mir immer wieder sagten, dass es mein bestes Werk sei, konnte es doch soo schlecht nicht sein ^^. Deswegen bot ich die Geschichte Carlsen mit diesen Hinweisen an. Ich wies ausdrücklich darauf hin, dass sie bereits veröffentlicht sei, dass sie auch bei KPD Select angemeldet war und,  und,  und ...  

Insgeheim rechnete ich jedoch fest, gerade aus diesen o. a. Gründen, mit einer Absage. Selbst wenn eine Geschichte gut ist, würde ein Verlag sie trotzdem nehmen, obwohl sie schon veröffentlicht wurde?

Ja, sie nahmen und wie sie sie nahmen.

Die Programmleiterin meldete sich wenige Wochen später mit den Sätzen: Ich bin schwer verliebt in ihre Geschichte und ich würde mich mehr als glücklich schätzen, Sie zu unseren Autoren zählen zu dürfen. Nach dem ich aus dem Glückskoma wieder zu mir kam, sagte ich natürlich sofort zu.

  

So hoffe ich nun, besonders heute am Erscheinungstag, dass die neu überarbeitete Geschichte um Kadlin und Bram Dark Diamonds und dem Carlsen Verlag Erfolg beschert, und die lieben Menschen von dort, die mir eigentlich sogar zwei Chancen gewährten, nicht enttäuscht werden.

 

Ein für allemal hat das mich mal wieder gelehrt, dass alles, was und wie es passiert, gut ist und einen bestimmten Grund hat. Selbst, wenn es auf Anhieb nicht immer so scheint, kann ich mich wohl doch getrost auf mein Bauchgefühl verlassen. Und da mein Bauch gerade Lust auf Kaffee hat, werde ich ihm einen Tee kochen XD


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Kommentare: 2
  • #1

    Sophia (Freitag, 28 Oktober 2016 15:08)

    Liebe Eva,

    gerade ich mir aufgefallen, dass dieses tolle Buch, von dem ich schon auf meinem Blog berichtet habe, von dir ist! Natürlich musste ich dich gleich mal besuchen. Einen wirklichen Eye-catcher hast du da herausgebracht, sehr interessant!

    LG Sophia

  • #2

    Ewa A. (Freitag, 28 Oktober 2016 15:27)

    Liebe Sophia, herzlich willkommen auf meiner Seite. So schön, dass du mich besuchst. Vielen Dank für dein Lob, der zum Teil natürlich auch dem Carlsen Verlag und den beauftragte Grafikern gebührt :D.
    Viele liebe Grüße
    Ewa
    PS: Werde immer mal wieder deinem schönen Blog Besuche abstatten, ich folge dir ja auf diversen Kanälen :))